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26.01.2010

Neue Publikation: «Basler Stadtbuch 2009»

Christoph Merian Stiftung (Hg.)
BASLER STADTBUCH 2009
Ausgabe 2010, 130. Jahr

Im Jahr 2009 war das Wort ‹Krise› weltweit in aller Munde. Das Krisen-Spektrum reicht von der Wirtschafts- über die Immobilien-, die Kredit- und Liquiditäts- bis hin zur Finanzkrise. Grund genug für das Basler Stadtbuch, sich in seinem Schwerpunkt des Themas anzunehmen: Wie wirkt sich die globale Situation auf ein Gemeinwesen wie die Stadt Basel aus? Neben der Jahreschronik erzählt das Stadtbuch in weiteren Texten in seinem 130. Erscheinungsjahr vom Lehrerinnenstreik am Mädchengymnasium vor 50 Jahren, es berichtet vom Ende und vom Anfang des nt/Areals, von der Neugestaltung der Volksschule, vom Chaos auf Basels Trottoirs durch 340 Tonnen gratisabzuholenden Sperrguts, es fragt, ob Streetart Kunst oder eine Schande ist – und, und, und…

Die Krise hat vielerlei Auswirkungen. Im Speziellen schauen die Autoren im Schwerpunkt auf fünf Bereiche: Arbeitslosigkeit, Sport, Staatsfinanzen, die Leadbranche ‹chemisch-pharma-zeutische Industrie› und das Kulturleben. «Die jetzt immer noch andauernde weltweite Wirtschaftskrise traf auch Basel hart und führte zu einer starken Zunahme der Arbeitslosigkeit. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit in Basel-Stadt im Vergleich zur gesamten Schweiz und zu unseren Nachbarkantonen nur rund halb so schnell gestiegen», schreibt Hansjürg Dolder. Auch Bereiche, die man vorerst nicht mit der Wirtschaft in Kontakt bringt, sind betroffen, so auch der Sport. Andreas W. Schmid berichtet am Beispiel der ‹Wilson Badminton Swiss Open› über den Rückgang im Sponsoring: «Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten die Sponsoren ihre Beiträge an das Turnier oder stiegen ganz aus».

Basel hat, so argumentiert Thomas Schoder vom BAK Basel, die Krise dank seiner Lead-Branche, der chemisch-pharmazeutische Industrie bisher gut gemeistert: «Über eine Quelle der Kraft für die regionale Wirtschaftsentwicklung und damit über einen Stabilitätsanker in der Krise verfügt auch der Kanton Basel-Stadt – jedoch nicht als Sondereffekt, sondern als Dauerinstallation: die chemisch-pharmazeutische Industrie.»

Im Bezug auf die Kultur zieht Christoph Heim folgende Bilanz: «Während in den USA die meisten Museen im Jahr 2009 ihre Budgets radikal zusammenstreichen mussten und der Markt für zeitgenössische Kunst in der ersten Jahreshälfte praktisch zusammenbrach, waren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Künstler und Kulturveranstalter in der Schweiz und insbesondere in Basel viel weniger stark spürbar».

BASLER STADTBUCH 2009
268 Seiten, reich und durchgängig vierfarbig illustriert, gebunden
© 2009 Christoph Merian Verlag Basel
ISBN 978-3-85616-498-0
CHF 48.– /€ 32,–